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Cupfinal: Der Favoritenrolle gewachsen?

Cupfinal: Der Favoritenrolle gewachsen?

Vor einer Woche schieden die Sierre Lions dramatisch aus den NLA-Playoffs aus, am Samstag wollen die Lions nun doch noch einen Pokal holen – es wäre ein Titel auf Ansage.

Sie standen in den letzten Jahren immer etwas im Schatten der drei grossen Teams aus Oberwil, Grenchen und Belp. Gleichwohl gehören die Sierre Lions seit Jahren zu den besten Teams des Landes und dies mit einer unglaublichen Konstanz. Noch nie seit dem Aufstieg in die NLA mussten sich die Lions um eine Playoff-Qualifikation Sorgen machen, zuletzt stand Sierre drei Mal in Serie im Halbfinal. Nur eben – das Halbfinale war dann das höchste aller Gefühle auch in diesem Jahr war der Finaltraum nach zwei Spielen gegen die Rebells ausgeträumt. Zweifellos ist es aber so, dass Sierre grosse Fortschritte verzeichnen konnte und immer näher an einen Titelgewinn kommt. In den letzten Jahren haben sich denn auch die einzelnen Spieler so entwickelt, dass ein Titel nicht nur ein Traum, sondern ein realistisches Ziel geworden ist. Mit dem Meisterpokal hat es in diesem Jahr also (vorerst?) nicht geklappt, umso mehr will das Team von Thierry Thalmann nun diesen Cupfinal gewinnen.

Sieg ist fast Pflicht
Wohl noch nie seit der Wiedereinführung des Cups, war eine Favoritenrolle vor einem Finalspiel so klar verteilt wie in diesem Jahr. Man kann es drehen wie man will, Sierre hat in seinem Kader mehr spielerische Klasse, mehr läuferische Klasse, mehr taktische Klasse als der Gegner aus Martigny. Selbst die Tatsache, dass das Finalspiel im für Sierre ungewohnten System 4 gegen 4 ausgetragen wird, ist wohl ob der läuferischen Stärke der Sonnenstädter viel eher Vor- als Nachteil. Der Kader der Lions scheint optimal ausgewogen. Da sind auf der einen Seite die routinierten Spieler wie Schildknecht, Métroz, Duc, Ruppen oder auch der noch junge Spielmacher Paulik. Auf der anderen Seite drängen junge talentierte Spieler wie Kummer, Monnet oder Solioz nach. Zusammengehalten wird diese Equipe vom wohl leidenschaftlichsten Captain der NLA, Alexandre Mermoud, und von der Seitenlinie versucht Coach Thierry Thalmann die Emotionen der Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Bei solchen Lobeshymen; muss der Final denn überhaupt noch ausgetragen werden?

Ja - denn wie Martigny ist auch Sierre eine Mannschaft welche mit den aufgebauten Emotionen viel erreichen, aber auch alles verlieren kann. Sierre weis dass es sich praktisch nur selber schlagen kann, eine gewisse Übermotivation könnte sich dabei als Bumerang herausstellen. Die Aufgabe wäre für die Lions bestimmt weniger emotional und damit einfacher gewesen, wenn der Gegner im Final La Chaux-de-Fonds und nicht Martigny gewesen wäre.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass die Sierre Lions inklusive Umfeld sich nach einem Titel sehnen und die Chance in Abwesenheit von Teams wie Oberwil, Belp oder Grenchen so gut wie noch nie war und wohl auch nicht so schnell wieder kommen wird. Kommt hinzu, dass man mit einem Cuperfolg eine Woche nach dem Ausscheiden aus den Playoffs die Saison „retten“ könnte. Zudem will man sich ja keine Blösse geben und den unterklassigen Kantonsrivalen aus Martigny diskussionslos in die Knie zwingen. Alle diese Punkte zusammengezählt ergeben als Ergebnis einen grossen Druck welcher auf den Schultern der jungen Equipe von Sierre lastet. Wenn die Lions diese Reifeprüfung bestehen könne, werden sie morgen klar den Cupsieg holen und in den nächsten Jahren ein noch stärkerer Player im Kampf um den Meistertitel sein, wenn nicht ist der SHC Martigny vielleicht doch nicht mehr der ganz so grosse Aussenseiter wie jetzt alle denken…


Der Weg von Sierre ins Finale:
1/16-Final: SV Gals II (16:3)
1/8-Final: Phoenix Hägendorf II (27:0)
1/4-Final: SHC Belpa 1107 (5:2)
1/2-Final: SHC Bettlach (5:1)

Cupfinal2017

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